Stationäre Behandlung

Die stationäre Behandlung orientiert sich an den Grundsätzen einer Psychiatrie der offenen Türen. Die Stationen werden nur im Notfall geschlossen geführt. Pro Station ist eine intensivtherapeutische Einheit vorhanden, wo Patienten mit einem höheren pflegerischen Betreuungsaufwand unter ständiger Beobachtung behandelt werden.

Das therapeutische Milieu wird nach dem Prinzip der therapeutischen Gemeinschaft gestaltet. Dies drückt sich u. a. in einem partnerschaftlichen Umgang zwischen Patient, Pflegepersonal und Therapeuten und in der Schaffung kooperativer Strukturen in der stationären Alltagsgestaltung (Patientenvollversammlung, Patientensprecher) aus. Die gruppentherapeutische Ausrichtung der klinischen Behandlung findet sich auch im gemeinsamen Training der Alltagsfertigkeiten (z. B. der Back-, Koch-, Haushaltstrainingsgruppe) wieder. Der Stationsalltag wird teilweise selbstverantwortlich von und mit Patienten organisiert, um so Selbsthilfepotentiale und die Selbstständigkeit zu fördern.

Vom Diagnosespektrum werden Patienten der Allgemeinpsychiatrie, Suchterkrankungen und gerontopsychiatrischen Erkrankungen auf den Stationen integrativ untergebracht, um eine mitmenschliche Solidarisierung zu fördern. Um diesen Effekt zusätzlich zu stimulieren, achten wir darauf, ein vielfältiges ergotherapeutisches Gruppenprogramm mit Bewegungs-, Sport-, Musik- und Kunsttherapie für die Patienten anzubieten. In den speziellen therapeutischen Programmen werden diagnosebezogene Einzel- und Gruppenaktivitäten durchgeführt.

Im individuell angepassten Behandlungsplan wird für den einzelnen Patienten mosaikartig eine spezifische Therapie zusammengestellt. Durch die Einführung des Bezugspersonensystems für den Pflegedienst wird eine personenbezogene Behandlung vorgehalten. Dadurch wird eine Beziehungskontinuität in der stationären, teilstationären und ambulanten Therapie gewährleistet.

Zu der Besonderheit einer Klinik am Allgemeinkrankenhaus zählt, dass auch körperlich schwer erkrankte Patienten und Suchtkranke behandelt werden, die eine erhöhte medizinische Diagnostik bedürfen. Daher besteht eine enge Verzahnung der psychiatrischen Klinik mit den anderen somatischen Kliniken des Klinikums.

Ihr Ansprechpartner

Dyrk Zedlick

Chefarzt Dr. med. Dyrk Zedlick

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