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08.01.2021

Personalsituation weiter angespannt

Neben personellen Ausfällen ist im Rudolf Virchow Klinikum Glauchau wie in vielen anderen Krankenhäusern einfach die Arbeitssituation besonders in den Intensiv- und Infektionsbereichen eine Herausforderung. Eine Herausforderung, die nun schon über viele Wochen hinweg besteht. Gerade auf der Intensivstation erleben die Mitarbeiter täglich Situationen und persönliche Schicksale, die einen bewegen. Dazu kommt die Planungsunsicherheit, die eine Belastung darstellt. Wie lange werden welche Bereiche geschlossen bleiben? Wann können wir wieder langsam zum Regelbetrieb zurückkehren? Wie viele Covid-Patienten, müssen wir kommende Woche versorgen? Diese Fragen haben direkte Auswirkungen auf die Dienstplanung und niemand kann sie mit Sicherheit beantworten.

Aktuell sind knapp 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Pflege- und Funktionsdienst nicht dort eingesetzt, wo sie normalerweise arbeiten, um Lücken zu schließen und Kapazitäten zu bündeln. Die Einsätze erfolgen auf andere Stationen, teilweise auch in anderen Fachrichtungen, in den Infektionsbereichen oder auch der Hygieneabteilung. Den Mitarbeitern wird damit Flexibilität und Anpassungsvermögen abverlangt. Für viele ist auch das eine persönliche Belastung. Ohne dieses Engagement wäre jedoch keine Handlung möglich.
Es sind nach wie vor bis Ende Januar 8 Bundeswehrsoldaten im Klinikum Glauchau tätig, die in den Infektionsbereichen mit Hilfstätigkeiten sowie im Patiententransport und der Küche unterstützen.

Die Ausfallquote in der Belegschaft liegt zur Zeit bei rund 20%. Es gibt keine sehr hohe Häufung von Mitarbeitern in Quarantäne. Allerdings stellen auch einzelne Ausfälle in der angespannten Gesamtsituation oft ein Problem dar und machen ein Umplanen notwendig.

Wir konnten mit dem uns zur Verfügung stehenden Impfstoff 270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter impfen. Ganz klar ist damit die Hoffnung verbunden, den Virus einzudämmen und wieder mehr Sicherheit für alle schaffen zu können. Wann und wie die Impfungen sich auf die Personalsituation auswirken werden, ist jedoch unklar. Das werden die kommenden Woche zeigen.