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28.11.2020

Rudolf Virchow Klinikum Glauchau passt Strukturen den aktuellen Bedürfnissen an

Die Infektionszahlen im Landkreis Zwickau steigen in den letzten Wochen unaufhaltsam an. Das macht sich auch im Alltag im Klinikum Glauchau bemerkbar. Der Isolierbereich für die an COVID-19 erkrankten Patienten wurde ausgedehnt und aufgestockt. Zum Stand Freitag früh werden 30 Patienten dort sowie 5 auf der Intensivstation behandelt. Besonders für das Pflegepersonal sind die Zeiten belastend.

"Der Pflegeaufwand auf der Isolierstation ist deutlich höher als auf einer normalen Station.", erläutert Pflegedienstleiterin Sandra Hiegemann die Situation. "Neben der aufwendigen und engmaschigen Kontrolle und Pflege der Patienten, sorgen natürlich auch die notwendigen Hygienestandards für Mehrarbeit. Es werden einfach mehr Pflegekräfte in dem Bereich benötigt." Um diesen Personalbedarf decken zu können, musste das Klinikum Glauchau einige Strukturen temporär anpassen.

Jede Einschränkung und Zusammenlegung verfolgt die Maßgabe die Patientenversorgung im Isolierbereich sicherzustellen und den Regelbetrieb mit Augenmaß aufrecht zu erhalten. Geschäftsführer Christian Wagner ist stolz auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit und Abstimmung unter den einzelnen Fachkliniken in Glauchau. "Wir müssen auch für die Patienten weiter da sein, die nicht an COVID-19 erkrankt sind, aber unsere Hilfe benötigen. Und da geht es nicht nur um die Notfallversorgung."

Neben den bereits zusammengelegten Stationen in der Chirurgie, wurden nun auch eine psychiatrische Station geschlossen und die gynäkologischen Patienten auf chirurgischen Stationen verlegt. "Das hat keinerlei Auswirkungen auf notwendige, gynäkologische Eingriffe oder die Geburtshilfe.", betonen sowohl Pflegedienstleiterin Sandra Hiegemann als auch Geschäftsführer Christian Wagner ausdrücklich. "Der Kreissaal ist nach wie vor 24h geöffnet und die Hebammen betreuen die werdenden Eltern von Anfang bis Ende. Gleiches gilt für die Versorgung auf der Wochenbettstation."

Die Umstrukturierungen sind notwendig, um das vorhandene Pflegepersonal besser verteilen zu können. "Wir freuen uns über die Bereitschaft unserer Mitarbeiter, insbesondere in diesen bewegten Zeiten.", so Sandra Hiegemann weiter. "Viele müssen sich kurzfristig auf neue Bedingungen einstellen. Ohne dieses Engagement könnten wir die zunehmenden Ausfälle durch beispielsweise geschlossene Kindergärten und Quarantänen von einzelnen Schulklassen nicht kompensieren."