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18.02.2021

Situation im Klinikum Glauchau entspannt sich

Im Rudolf Virchow Klinikum Glauchau werden zum Stand Donnerstag, 18.02.2021, 6 Patienten, die an COVID-19 erkrankt sind, behandelt. Davon liegen 3 Patienten auf der Intensivstation und werden beatmet. Da auch ITS-Betten mit Patienten belegt sind, die nicht an COVID-19 erkrankt sind, stehen noch 2 freie Betten auf der ITS zur Verfügung.

Patienten mit einer Virus-Mutation gab es im Klinikum Glauchau noch nicht. Höhere Schutzmaßnahmen aus Sorge vor einer Mutation gibt es ebenfalls nicht. Es würden die gleichen Hygiene- und Schutzmaßnahmen durchgeführt werden wie bei jedem COVID-19-Infizierten. Auch die Behandlung würde nach heutigem Kenntnisstand in gleicher Weise erfolgen.
Das Hygienekonzept der letzten Wochen hat sich bewährt und wird nach wie vor in höchster Stufe umgesetzt. Auch die Teststrategie für Patienten und Personal wird immer wieder angepasst. Bei jedem Patient wird bei Aufnahme ein Schnelltest durchgeführt. Bei entsprechend positivem Ergebnis erfolgt auch ein PCR-Test und der Patient wird isoliert. Für Besuche gelten nur einzelne Ausnahmen auf der Wochen- und Kinderstation sowie zur Sterbebegleitung nach vorherigem Schnelltest.

In den vergangenen Wochen konnten wir in kleinen Schritten wieder Richtung Regelbetrieb zurückkehren. Die zusätzlich geschaffenen Isolierbereiche konnten wieder ihrer ursprünglichen Aufgabe zugeführt werden. Geschlossene Stationen und Bereiche werden nach und nach wieder geöffnet. Auch die Auslastung im OP wird Stück für Stück wieder erhöht und geplante Operationen können erfolgen. "Dabei werden die Entwicklungen in der Region genau beobachtet. Wir bewerten die Lage regelmäßig neu und können somit kurzfristig reagieren.", fasst Geschäftsführer Christian Wagner die interdisziplinäre Abstimmung in der Klinik zusammen.
Geschlossen sind nach wie vor die Bereiche des Gesundheitszentrums wie Schwimmbad und Fitness, die per Allgemeinverfügung den Betrieb noch nicht wieder aufnehmen dürfen.

Für die einzelnen Teams auf den Stationen und in der Klinik waren die letzten Wochen und Monate eine harte Bewährungsprobe. Die Loyalität unter den Kollegen und der Wille, die Aufgabe gemeinsam anzupacken, sind da. Doch die Zeit hat Spuren hinterlassen. Die psychischen Belastungen sind groß - Unsicherheit, Wut, Trauer, Verzweiflung waren stark. Viel Erlebtes ist in diesem Ausmaß nicht alltäglich und muss aufgearbeitet werden. Doch nicht nur im beruflichen Umfeld, auch privat ist jede Schwester und jeder Arzt täglich mit den Auswirkungen der Pandemie konfrontiert. Auch diese Sorgen um beispielsweise die Bildung der Kinder und Enkel und die Folgen der stark eingeschränkten sozialen Kontakte beschäftigen unsere Mitarbeiter. "Die Sehnsucht nach Normalität nimmt immer stärker zu. Umso wichtiger ist für uns jeder Schritt in Richtung des Regelbetriebs. Jeder Mitarbeiter, der wieder an seinen Arbeitsplatz zurückkehren kann, ist für uns ein großer Gewinn.", beschreibt Geschäftsführer Herr Wagner die aktuelle Personalsituation und ergänzt nochmals seinen Dank. "Sicher ist nur, dass wir zur Versorgung der Menschen in unserer Region, diese aufgewühlten Zeiten nur gemeinsam bewältigen können."

Jede einzelne Bürgerin und jeder einzelner Bürger hat die Chance seinen Teil zur Rückkehr zum Alltag beizutragen - Halten Sie sich an die Regelungen, reduzieren Sie Kontakte, tragen Sie Ihre Masken korrekt und achten auf eine gute Hygiene. Das ist sicher der größte Respekt, den Sie unseren Pflegekräften und Ärzten entgegen bringen können.