Pressemeldungen

11.02.2019

Vorübergehende Schließung des Geburtensaals am Rudolf Virchow Klinikum Glauchau

Das Rudolf Virchow Klinikum reagiert auf einen krankheitsbedingten Personal-Notstand: vier von acht angestellten Hebammen fallen aus. Um eine fachgerechte Patientenversorgung zu gewährleisten, sieht die Klinikleitung keine andere Möglichkeit als den Geburtensaal kurzfristig zu schließen. Ab 21. Februar soll die geburtshilfliche Abteilung im Klinikum voraussichtlich wieder in Betrieb sein.

„Mit einem so deutlich dezimierten Team kann kein tragfähiger Dienstplan und damit keine entsprechende Betreuung sichergestellt werden. Aus medizinischer Sicht wäre es nicht zu verantworten.“, betont Geschäftsführer Dr. Roland Knöfler.
Nicht nur die niedergelassenen Ärzte sowie die Rettungsstelle und umliegende Krankenhäuser wurden auf direktem Weg über den bevorstehenden Engpass in Kenntnis gesetzt. „Wir haben auch alle bereits zur Geburt angemeldeten Schwangeren persönlich informiert“, erläutert Dr. Knöfler. „Wir bedauern die Einschränkung für die werdenden Eltern und die damit verbundenen Unannehmlichkeiten sehr.“
Während der Schließung ist der Geburtensaal dennoch Montag bis Freitag zwischen 08:00 Uhr und 11:00 Uhr telefonisch erreichbar, um Betroffene zu beraten und zu unterstützen.

Das Rudolf Virchow Klinikum beschäftigt aktuell acht Hebammen sowie eine Auszubildende im dritten Lehrjahr. Versuche, das Hebammen-Team kurzfristig aufzustocken, haben nicht zum gewünschten Ergebnis geführt. Der bundesweite Hebammenmangel betrifft auch unsere Region. „Bisher sind die Kolleginnen stets füreinander eingesprungen, aber bei vier Ausfällen ist das nicht möglich. Es kann nicht kompensiert werden. Die Sicherheit der Mütter geht in jedem Fall vor.“, versichert Pflegebereichsleitung Mandy Kutter. Im Klinikum Glauchau werden auch Hebammen / Entbindungspfleger ausgebildet. Bewerbungen für Beginn im September 2019 werden gern noch angenommen.