Volkskrankheiten im Fokus: Angststörungen
Angst ist eine natürliche Reaktion unseres Körpers und schützt uns in gefährlichen Situationen. Bei einer Angststörung tritt sie jedoch übermäßig stark oder ohne konkrete Bedrohung auf und kann den Alltag erheblich einschränken.Betroffene erleben ihre Ängste oft als irrational – die körperlichen und psychischen Symptome sind jedoch sehr real.
Häufig. Belastend. Behandelbar.
Typische Beschwerden sind Herzrasen, Atemnot, Schwindel, innere Unruhe, Schweißausbrüche oder das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren. Bei einer Panikattacke treten diese Symptome meist plötzlich und sehr intensiv auf.
Wichtig zu wissen: Auch wenn sich eine Panikattacke bedrohlich anfühlt, ist sie nicht lebensgefährlich. Verständnis, Ruhe und professionelle Begleitung helfen dabei, Sicherheit zurückzugewinnen. Langfristig ist es jedoch wichtig, Ängste nicht dauerhaft zu vermeiden, sondern gemeinsam Wege zu finden, ihnen schrittweise zu begegnen. Das dauerhafte Abnehmen von Aufgaben oder Verantwortlichkeiten kann Ängste sogar verstärken und die Entwicklung ungünstiger Verhaltensmuster begünstigen.
Wie wichtig dieses Thema für viele Menschen ist, zeigte auch unsere Patientenveranstaltung Ende Mai: Insgesamt 57 Teilnehmerinnen und Teilnehmer informierten sich in unserem Klinikum über Angststörungen, deren Ursachen und moderne Behandlungsmöglichkeiten. Die große Resonanz unterstreicht den hohen Informations- und Unterstützungsbedarf rund um das Thema Angst.
Mit unserer Angstambulanz bieten wir Menschen mit Angsterkrankungen eine spezialisierte Anlaufstelle. Patientinnen und Patienten können sich – idealerweise mit einer Überweisung ihres Haus- oder Facharztes – zu einem Erstgespräch vorstellen. Im Rahmen der fachlichen Einschätzung prüfen wir gemeinsam, ob die Angstambulanz das passende Behandlungsangebot für die individuelle Situation darstellt. Sollte eine andere Therapieform sinnvoller sein, beraten wir zu geeigneten weiterführenden Behandlungsmöglichkeiten.
Für einen Termin in unserer Angstambulanz melden Sie sich gern unter 03763 / 43-1815. Weitere Infos finden Sie außerdem HIER.
Früh erkennen – gezielt behandeln.




